9. April 2016

Bilderbuchkino Janosch
„Oh wie schön ist Panama“

 

 

10 Uhr

Stadtbibliothek Görlitz

Der Eintritt ist frei.

Für die kleinsten Besucher der Literaturtage an der Neiße veranstaltet die Stadtbibliothek Görlitz einen ganz besonderen Programmpunkt. „Oh wie schön ist Panama“ vom bekanntesten deutschen Kinderbuchautor Janosch wird als unterhaltsames Bilderbuchkino vorgeführt. 


JANOSCH wird 85
„Wer fast nichts braucht, hat alles“

von Angela Bajorek

 

16 Uhr

Alte Synagoge Görlitz (Langenstr. 24)

Eintritt: 6 €/ 3,50 €

© Maciej Bajorek
© Maciej Bajorek

Präsentation der ersten Janosch-Biographie von Angela Bajorek Wer fast nichts braucht, hat alles in der Übersetzung von Paulina Schulz

 

"Oh wie schön ist Panama", Tigerente und der kleine Bär - Janosch ist der bekannteste deutsche Kinderbuchautor. Sein Werk umfasst über 300 Bücher, übersetzt in 40 Sprachen. Über ihn selbst weiß man nur wenig. Angela Bajorek ist es gelungen, von Janosch Einblicke in sein bewegtes Leben zu erhalten.

 

Geboren wurde der Schriftsteller und Autor unzähliger Bücher für Kinder und Erwachsene  in einer oberschlesischen Arbeitersiedlung in Hindenburg / Zabrze. Die Traumata und Dämonen seiner vom Katholizismus geprägten Kindheit wird er lange Jahre mit Alkohol bekämpfen. Trotz eines auf Anraten seiner Professoren abgebrochenen Kunststudiums wird er zu einem berühmten Zeichner mit einzigartigem, wiedererkennbarem Stil. Seine Protagonisten Bär und Tiger werden in Deutschland berühmter als alle Disney-Figuren – doch der unangepasste Künstler wird auch die Werke von Marquis de Sade und Charles Bukowski illustrieren.


PANAMA IST ÜBERALL
oder
wir brauchen uns doch vor nichts zu fürchten

 

Szenische JANOSCH-Kinderbuchlesung für Erwachsene
 

Premiere am 9. April 2016 in Görlitz

 

 

 

 

17:45 Uhr

Alte Synagoge Görlitz (Langenstr. 24)

Eintritt: 6 €/ 3,50€

 

Oskar Ansull

Geboren 1950 in Celle, lebt als freier Autor, Herausgeber und "Erfinder von Lesungen" in Berlin-Pankow. Bekannt wurde er vor allem für seine Leseprogramme und zahlreiche Rundfunksendungen für den NDR und Radio Bremen zu Leben und Werk deutscher Autoren. Seine Herkunft (der "unbekannte" Vater war Pole) hat ihn immer wieder literarische Bezüge im östlichen Kulturbereich finden lassen, neben Horst Bienek, Paul Celan und Johannes Bobrowski auch den galizischen Schriftsteller Karl Emil Franzos und die jüdischen Dichter aus der Bukowina.  Er veröffentlichte u.a. Zweigeist K. E. Franzos. Ein Lesebuch (2005) und Die Baracke der Dichter, Texte von C. E. Gadda und B. Tecchi aus der Kriegsgefangenschaft (2014).

 

 

 

P A N A M A  IST ÜBERALL

 

Janosch, ein Überlebenskünstler 

 

Das szenische Portrait des Tigerente & Co. Erfinders

 

Lari Fari Mogelzahn - Löwe Hans - Quasselkasper aus Wasserburg - Werner Klappke, Fallensteller - Der kleine Bär - Horst Eckert - Cholonek - Onkel Popov - Der kleine Tiger - Adelbert Wunderklo ...

 

Es ist schwer, sich vom schier unerschöpflichen Erzählkosmos des 1931 in Oberschlesien geborenen Janosch nicht gefangen nehmen zu lassen und darin immer wieder zu verlieren. Wer ist dieser Janosch, der von sich sagt: "...am liebsten wär ich unsichtbar." Wo finden wir den sich in den zahllosen Namen seiner Protagonisten auflösenden Autor und Künstler, wenn nicht in seinen Texten. Ansull öffnet in einer Kinderbuchlesung für Erwachsene einen Blick auf den Überlebenskünstler Janosch, den gebürtigen Horst Eckert aus Hindenburg in Oberschlesien, ein Wahrheits(er)finder, der seine Figuren geschickt verkleidet und aus Kindheit und Jugend gerettet, für eine Weile unsterblich gemacht hat. Antihelden, wie sie nur nach schmerzhaft erfahrenen "heldischen" Zeiten Gestalt gewinnen können. Diese Lesung ist eine Einladung nach Panama, das gar nicht so weitab liegt, gleich neben Margarinien, das Land hinter den großen Wäldern.

© privat
© privat

8. Schlesisches Nachtlesen

 

 

19-22 Uhr

verschiedene Orte

Eintritt: 7 €/5 €

Das 8. Schlesische Nach(t)lesen fügt sich in diesem Jahr in die Reigen der Literaturtage ein und lädt in bewährter Form am Samstag, dem 9. April 2016 von 19.00 – 22.00 Uhr zu einem literarischen Spaziergang ein. In den Schwesterstädten Görlitz und Zgorzelec werden bekannte Persönlichkeiten Texte von deutschen und polnischen, auswärtigen und einheimischen Autoren über die Stadt und die Region vortragen.  Jeweils zur vollen und halben Stunde werden die 5-10 minütigen Vorführungen wiederholt. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr Literatur aus und über Breslau, die Europäische Kulturhauptstadt 2016. Ein Programmheft mit ausführlichen Informationen liegt ab Ende März in der Stadt aus.


Krimiabend

„Die letzte Arie“,
Nadia Szagdaj „Kroniki Klary Schulz“ / die Chroniken von Klara Schulz
Übersetzung von Paulina Schulz


22 Uhr

Alte Synagoge Görlitz (Langenstr. 24)

Eintritt: 12 €/8 € inkl. einem Getränk

und einem herzhaften Gebäck

 

 

Die Chroniken der Klara Schulz von Nadia Szagdaj sind eine Serie von Kriminalromanen, deren Handlung im Breslau der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg spielt. Alles ist hier zu finden: von spannenden Kriminalfällen, düsteren Familiengeheimnissen, Schreckensszenen und viel Action, bis hin zu Erotik und vor allem einer detaillierten Darstellung der einst deutschen Stadt. Neben der atmosphärischen schlesischen Metropole, in der sich die Handlung abspielt, schildert die Autorin sehr überzeugend eine Protagonistin, die ihrer Zeit voraus ist, die junge Detektivin Klara Schulz.

 

Freuen Sie sich auf einen Abend voller Spannung, Atmosphäre, Sinnlichkeit und Überraschung mit der charmanten Detektivin Klara Schulz, der vielseitig talentierten Autorin Nadia Szadgaj sowie der Übersetzerin der Krimi-Reihe, Paulina Schulz.

© Petra Nelle
© Petra Nelle
© Hamish John Appleby
© Hamish John Appleby

Programmänderungen sind vorbehalten.

 

Sein Leben ist ein einziges Abenteuer – Pariser Jahre mit Jazz und Alkohol, Motorrad-Trips an der Côte d'Azur, Hippie-Leben in München und am Ammersee. Eines Tages verbrennt Janosch seinen ganzen Besitz und setzt sich auf die Kanarischen Inseln ab. Dort wird er sein Lebensglück unter der Sonne des Südens finden: Liebe, Freiheit und Weisheit.

 

Janosch: Schriftsteller, Zeichner, Anarchist, weiser Mann, Ketzer und gottesfürchtiger Mensch. Ein Künstler, der sich nur ungerne auf Interviews einlässt. Und doch vertraute er Angela Bajorek und erzählte ihr sein aufregendes Leben. So ist eine der herrlichsten, intensivsten, aufrichtigsten Biographien entstanden, die Sie jemals lesen werden.