Literaturtage an der Neiße 2021

Ein spannendes und abwechslungsreiches Programm wartet vom 9. bis 13. Juni 2021 im Rahmen der Literaturtage an der Neiße auf Sie. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

 

Die Veranstaltungen finden jeweils um 18 Uhr statt. Sie werden zweisprachig angeboten und im Livestream übertragen. Die Zuschauerin und Zuschauer haben die Möglichkeit über die Chatfunktion auf YouTube Ihre Fragen an die Autorinnen und Autoren zu stellen.

 

Dem aktuellen Livestream können Sie unten folgen.

 

Weitere Informationen zum Programm sowie die Videos zu den vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Das diesjährige Motto des Festivals Travelling Wor[l]ds scheint im Hinblick auf die aktuell geltenden Reisebeschränkungen auf den ersten Blick wie aus der Zeit gefallen. Doch gerade jetzt bietet uns die Welt der Literatur mehr denn je die Möglichkeit, andere Länder, Sprachen, Kulturen, gar Welten zu erkunden und sie geistig zu erwandern. 

 

Die Literaturtage an der Neiße sind ein Projekt der Görlitzer Kulturservicegesellschaft GmbH, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, dem Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz, der Miejska Biblioteka Publiczna w Zgorzelcu, der Stadtbibliothek Görlitz und vielen Partnern aus Görlitz und Zgorzelec.

 

Das Projekt wird gefördert durch die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa mit EFRE-Mitteln aus dem Kleinprojektefonds INTERREG Polen-Sachsen 2014-2022.


Grußworte des Oberbürgermeisters der Stadt Görlitz Octavian Ursu und des Bürgermeisters der Stadt Zgorzelec Rafał Gronicz

© Die Partner
© Die Partner
© Urząd Miasta Zgorzelec
© Urząd Miasta Zgorzelec

Liebe Literaturfreundinnen und -freunde, sehr geehrte Gäste,

 

wir heißen Sie sehr herzlich in Görlitz-Zgorzelec willkommen — zu den Literaturtagen an der Neiße, für die unsere Europastadt nun zum vierten Mal Gastgeberin ist. Kaum ein anderer Ort im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien könnte besser für dieses internationale Festival geeignet sein.

 

Literatur vermag zu verbinden, indem sie Brücken baut. Geschichten können berühren und damit Verständnis erzeugen: für Schicksale und Situationen, aber auch für die Geschichte — vor allem, wenn es um die Suche nach Identität und Heimat geht.

 

Das Reisen ist in der derzeitigen Pandemie ein sehnlicher Wunsch von vielen Menschen. Ferne Orte, andere Länder und Kulturen können wir momentan nur in unserer Vorstellung bereisen. Sich in eine Situation hineinzuträumen, in einer anderen Welt herumzuwandern und neue Perspektiven kennenzulernen – all das ermöglicht uns die Literatur. Sie ist der Lichtblick in dieser oft erdrückenden und für alle anstrengenden Zeit. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Literaturtage an der Neiße uns nun ein wenig ablenken und uns neue Hoffnung auf bessere Zeiten geben.

 

Unterschiedliche Veranstaltungen werden an fünf Tagen zu erleben sein. Dafür ausgewählt wurden deutsche, polnische und tschechische Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Werken mit dem Thema Reisen als Sujet oder Motiv auseinandersetzen.

 

Wir laden Sie, liebes Publikum, zu einer spannenden literarischen Reise. Im Namen der Organisatoren, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Kulturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitz und der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, wünschen wir Ihnen viele anregende Begegnungen und Erlebnisse.

 

Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz

Rafał Gronicz, Bürgermeister der Stadt Zgorzelec

 


Grußworte von Winfried Smaczny und Dr. Magdalena Gebala vom Deutschen Kulturforum östliches Europa

© Claudia Basermann
© Claudia Basermann
© Anke Illing
© Anke Illing

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie keine andere Krise der letzten Jahrzehnte hat uns die Corona-Pandemie die Zerbrechlichkeit unserer Existenz vor Augen geführt. Von heute auf morgen wurde unser Leben mehr oder weniger auf den Kopf gestellt, unsere Pläne zunichte gemacht und unsere Gewohnheiten in Frage gestellt.

 

Reisen und Mobilität, die vor der Pandemie, zumindest in der westlichen Welt, zu den wichtigsten Statussymbolen zählten und in Zeiten von easyJet und Airbnb für wenig Geld und bei ebenso wenig Mühe verfügbar waren, erscheinen uns heute wie ein rares, kostbares Gut. Selbst ein Konzertbesuch in der nächstgelegenen Großstadt, Wandern in unserem Lieblingsnationalpark oder ein Wochenende an der Ostsee scheinen, obwohl so nah, in weiter Ferne. Unsere Sehnsucht nach Ausbrechen aus dem Alltag war vielleicht noch nie so groß wie heute.

 

Literatur kann ein Ventil in dieser „unbewegten“ Zeit sein und uns das Dortsein ermöglichen – und zwar jederzeit und mit geringem ökologischen Fußabdruck. Für das literarische Reisen müssen wir nämlich keinen Flug buchen, keine Koffer packen und auch der Sonnenbrand ist so gut wie ausgeschlossen. Was wir allerdings brauchen, ist ein bisschen geistiges „Reisefieber“, sprich Neugier und Interesse an den neuesten literarischen Entwicklungen – in Deutschland, Polen, Europa und der Welt.

 

Mit unserem Fest der Literatur möchten wir Sie auf eine spannende Expedition in die Welt der Worte mitnehmen und mit Ihnen und unseren Autorinnen und Autoren über die Zukunft des Schreibens, des Lesens und des Reisens zwischen Görlitz-Zgorzelec, Lemberg/Lwiw und Montreal diskutieren. Kommen Sie mit, wir freuen uns!

 

Winfried Smaczny und Dr. Magdalena Gebala

Deutsches Kulturforum östliches Europa

 


Grußworte der Geschäftsführung der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH Benedikt M. Hummel & Maria Schulz

© Pawel Sosnowski
© Pawel Sosnowski
© Pawel Sosnowski
© Pawel Sosnowski

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

 

die Literaturtage an der Neiße in Görlitz-Zgorzelec gehen in diesem Jahr in ihre vierte Auflage. Darüber freuen wir uns gerade in diesem Jahr besonders.

 

Zum Thema Travelling Wor[l]ds haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Kulturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitz und vielen Partnern aus Görlitz und Zgorzelec überaus namhafte Autorinnen und Autoren eingeladen, in die Zwillingsstadt an der Neiße zu kommen. Damit widmen wir uns einem Thema, welches seit jeher einen großen Raum in der Literatur einnimmt. Auch wenn sich im 21. Jahrhundert Anlass und Ausgestaltung des Reisens gewandelt haben, steht es doch traditionell für Zugewandtheit und Neugier dem Fremden, dem Unbekannten gegenüber – das Reisen als Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung. Daher auch der vielzitierte Ausspruch „Reisen bildet“. Wir sind der Auffassung, dass das Unterwegssein in der Welt, auch um aktuelle Themen wie Migration oder die Auswirkungen einer Pandemie erweitert, ein zentrales Thema unserer Zeit ist. Mit unserem Programm wollen wir einen Impuls zu einer tiefgehenden Beschäftigung damit geben. Machen wir uns also gemeinsam auf eine fünftägige Reise durch die faszinierende Welt der Literatur!

 

Das Corona-Virus ist noch nicht besiegt. Dennoch möchten wir Ihnen das mit viel Engagement auf den Weg gebrachte Programm, bestenfalls als Live-Erlebnis anbieten. Bitte informieren Sie sich über die digitalen Kommunikationswege der Literaturtage an der Neiße hinsichtlich pandemiebedingter Programmänderungen.

 

Unser besonderer Dank gilt allen Kooperationspartnern, Förderern und Sponsoren, die maßgeblich dazu beigetragen haben, diese einzigartige Veranstaltung zu ermöglichen. Herzlich willkommen zu den vierten Literaturtagen an der Neiße!

 

Ihr Team der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH


Impressionen der Literaturtage an der Neiße

© Axel Lange