Portraits


Autorinnen und Autoren - alphabetisch

Paul Bokowski

©Jan Kopetzky
©Jan Kopetzky

Paul Bokowski wurde 1982 als Sohn polnischer Eltern in Mainz geboren und lebt in Berlin. Der Humorliterat gehört seit vielen Jahren zur Speerspitze der Deutschen Lesebühnenszene. Sein Kurzgeschichtendebüt Hauptsache nichts mit Menschen (2012) avancierte schnell zum erfolgreichen Longseller und erschien mittlerweile in der sechsten Auflage als Taschenbuch bei Goldmann. Nach seinem Folgeband Alleine ist man weniger zusammen (2015) erschien im Herbst 2019 sein nunmehr dritter Geschichtenband. Mit seinem aktuellen Werk Bitte nehmen Sie meine Hand da weg im Gepäck kommt er nach Görlitz. Es wird empfohlen, nur mit trainiertem Zwerchfell diese Veranstaltung zu besuchen.

 

Warm-up-Poetry Slam & Stand-up Comedy

mit Paul Bokowski am Mittwoch, den 22. April, um 19:30 Uhr im Apollo

Marcel Krueger

© Thomas Bühring
© Thomas Bühring

Marcel Krueger, geboren 1977, wohnt in Irland und arbeitet als Autor, Übersetzer und Redakteur. Seine Themen findet er meist auf Reisen und in der europäischen Geschichte. Für das Berliner Elsewhere Journal arbeitet er als Buchredakteur und schreibt u. a. für The Daily Telegraph, The Guardian, die Süddeutsche Zeitung und CNN Travel. 2018 erschien Babushka’s Journey − The Dark Road to Stalin’s Wartime Camps, ein melancholischer Reisebericht auf den Spuren seiner Großmutter von Ostpreußen in die sowjetischen Arbeitslager. Die deutsche Übersetzung erschien als Von Ostpreußen in den Gulag. Eine Reise auf den Spuren meiner Großmutter ein Jahr später im Reclam Verlag. Von Mai bis September 2019 war Marcel Krueger Träger des Stadtschreiberstipendiums des Deutschen Kulturforum östliches Europa in Allenstein/Olsztyn.

 

„(Stadt)Schreibwerkstatt“ für Schüler mit Marcel Krueger am 24. April um 09:30 Uhr im Stadtbibliothek Görlitz

 

Die imaginäre Metropole. Stadtschreiber im Gespräch ― Podium mit Marko Martin, Barbara Thériault und Marcel Krueger am 26. April um 16:00 Uhr im Apollo

Marko Martin

© Deutsches Kulturforum östliches Europa, Foto: Anke Illing
© Deutsches Kulturforum östliches Europa, Foto: Anke Illing

Marko Martin, geboren 1970 in Burgstädt, verließ im Mai 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR. Der Autor lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Er schreibt Romane, Erzählungen, literarische und politische Essays. Zuletzt erschien Nelson Mandela (2018), Das Haus in Habana und Dissidentisches Denken (beide 2019). Publizistisch ist er tätig vor allem für Die Welt, aber auch die Neue Zürcher Zeitung, die Jüdische Allgemeine, Mare und Internationale Politik. 2016 gastierte Marko Martin als Stadtschreiber in der Europäischen Kulturhauptstadt Breslau/Wrocław.

  

Die imaginäre Metropole. Stadtschreiber im Gespräch ― Podium mit Marko Martin, Barbara Thériault und Marcel Krueger am 26. April um 16:00 Uhr im Apollo

Lisa Palmes

© privat
© privat

 Lisa Palmes, geboren 1976, ist seit 2009 als Übersetzerin polnischer Literatur tätig. Außerdem unterrichtet sie Literarisches Übersetzen an den Universitäten in Berlin und Tübingen. 2017 bekam Lisa Palmes den Karl-Dedecius-Preis für literarische Übersetzungen aus dem Polnischen ins Deutsche sowie 2019 – zusammen mit Filip Springer – den Riesengebirgspreis für Literatur. Zuletzt übersetzte sie zusammen mit Lothar Quinkenstein Die Jakobsbücher von Olga Tokarczuk, die 2019 auf Deutsch erschienen sind.

 

 

„Kupferberg. Der verschwundene Ort“ ― Lesung und Gespräch mit Filip Springer und Lisa Palmes am 24. April um 19:30 Uhr im Apollo

Jaroslav Rudiš

© Peter von Felbert
© Peter von Felbert

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Im Luchterhand Literaturverlag erschienen bisher seine aus dem Tschechischen übersetzten Romane Grand Hotel (2008), Die Stille in Prag, Vom Ende des Punks in Helsinki (2014) und Nationalstraße (2016), beim btb außerdem Der Himmel unter Berlin (2004). Winterbergs letzte Reise (2019) ist der erste Roman, den er auf Deutsch geschrieben hat. 2014 erhielt Jaroslav Rudiš den Usedomer Literaturpreis, 2015 den Georg-Dehio-Kulturpreis und 2018 den Preis der Literaturhäuser. Auf der Leipziger Buchmesse wurde Winterbergs letzte Reise 2019 in der Kategorie Belletristik nominiert.

 

Feierliche Eröffnung der Literaturtage 2020 mit Jaroslav Rudiš und seinem Roman „Winterbergs letzte Reise“ sowie Musik von Winterberg & Kraus am 23. April um 19:30 Uhr im Gleis 1, Bahnhofstr. 76.

Emilia Smechowski

© Anna Szkoda
© Anna Szkoda

Emilia Smechowski, 1983 in Polen geboren, floh mit ihrer Familie 1988 nach Westberlin. Sie arbeitet als freie Autorin und Reporterin, u.a. für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. 2017 erschien von ihr Wir Strebermigranten, wofür sie mit dem Deutschen Reporterpreis, dem Konrad-Duden-Journalistenpreis und dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ausgezeichnet wurde. 2019 veröffentlichte sie als Ergebnis eines einjährigen Aufenthaltes in ihrem Heimatland Rückkehr nach Polen. Emilia Smechowski lebt in Berlin.

 

Lesung und Gespräch mit Emilia Smechowski über „Wir Strebermigranten“ und „Rückkehr nach Polen“ am 25. April um 18 Uhr im Gleis 1, Bahnhofstr. 76

 

Filip Springer

© Lechosław Kwiatkowski
© Lechosław Kwiatkowski

Filip Springer, geboren 1982, ist als Journalist und Fotograf tätig. Seine Texte wurden u.a. in Polityka, Przekrój sowie in Rzeczpospolita und Tygodnik Powszechny veröffentlicht. Springer ist der Autor mehrerer literarischer Reportagen. Auf Deutsch erschienen bisher Kupferberg. Der verschwundene Ort (2019) und Kopfgeburten. Architekturreportagen aus der Volksrepublik Polen (2015), beide in der Übersetzung von Lisa Palmes. Kupferberg war auf der Shortlist für den Ryszard-Kapuściński-Preis für literarische Reportage 2011 und war 2012 auch für den Nike-Preis nominiert. 2019 wurde Filip Springer mit dem Riesengebirgspreis für Literatur ausgezeichnet.

 

 

 

 

 

„Kupferberg. Der verschwundene Ort“ ― Lesung und Gespräch mit Filip Springer und Lisa Palmes am 24. April um 19:30 Uhr im Apollo

 

Lesung und Gespräch mit Filip Springer und seinem Buch „Die Stadt als Archipel. Kleinstadt-Polen“ am 25. April um 16 Uhr im Miejski Dom Kultury Zgorzelec

Barbara Thériault

© Steffen Högemann
© Steffen Högemann

Barbara Thériault, geboren 1972 in Lévis (Kanada), studierte Politikwissenschaft an der Universität in Québec. Studienaufenthalte führten sie nach Großbritannien, Belgien und Deutschland, wo sie in Erfurt promoviert und schließlich an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) im Fach Kultursoziologie habilitiert wurde. Sie lehrt als Professorin für Soziologie an der Universität Montréal und ist als Journalistin tätig. 2018 war Barbara Thériault Stadtschreiberin in der westukrainischen Metropole Lemberg/Lwiw.

 

Die imaginäre Metropole. Stadtschreiber im Gespräch ― Podium mit Marko Martin, Barbara Thériault und Marcel Krueger am 26. April um 16:00 Uhr im Apollo

Marcin Wawrzyńczak

© privat
© privat

Marcin Wawrzyńczak, geboren 1968, ist Fotograf, Blogger und Übersetzer aus dem Englischen und Deutschen ins Polnische. Seit 2009 lebt er im Isergebirge und widmet sich der Geschichte der Region. In den letzten Jahren recherchierte er die Geschichte der legendären Michelsbaude und veröffentlichte die Ergebnisse in den Bänden Michelsbaude. Die Geschichte einer verschwundenen Iser-Baude und Michelsbaude II. Die Anthologie Wanderer im Iser- und Riesengebirge ist seine erste deutsch-polnische Veröffentlichung und ein gemeinsames Projekt mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz.

 

Buchpremiere „Wanderer im Iser- und Riesengebirge“ mit Marcin Wawrzyńczak am 22. April um 17 Uhr im Schlesisches Museum zu Görlitz