Portraits

Autorinnen und Autoren - alphabetisch

Artur Becker

© Magdalena Becker
© Magdalena Becker

Artur Becker, geboren 1968 in Bartoszyce lebt seit 1985 in Deutschland. Becker schreibt Romane, Erzählungen und Essays. Zuletzt veröffentlichte er den Essayband Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis und dem DIALOG-Preis. Im Frühjahr 2019 erscheint sein neuester Roman Drang nach Osten.

 

Matinee mit Olga Grjasnowa und Artur Becker „Nomaden der Sprache“ am Sonntag, den 15. April, um 11:30 Uhr im Apollo

 

Magdalena Grzebałkowska

© Renata Dąbrowska
© Renata Dąbrowska

Magdalena Grzebałkowska, geboren 1972, studierte Geschichte an der Universität Gdańsk und arbeitet als Reporterin für die polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza. Ihre erste Buchveröffentlichung war die Biographie des

katholischen Geistlichen und Poeten Jan Twardowski. Nach der historischen Reportage 1945. Wojna i Pokój (2015) erschien die Biographie einer polnischen Künstlerfamilie Beksińscy (2016), die in Polen als Bestseller gefeiert wurde.

 

 

1945. Wojna i Pokój // 1945. Krieg und Frieden - Lesung und Autorengespräch mit Magdalena Grzebałkowska am 13. April um 17 Uhr im Miejski Dom Kultury Zgorzelec

 

 

 

 

Uwe-Karsten Heye

© Uwe-Karsten Heye
© Uwe-Karsten Heye

Uwe-Karsten Heye, in Reichenberg

(heute Liberec) geboren, Journalist, arbeitete als Redenschreiber für Willy Brandt, Regierungssprecher von Gerhard Schröder sowie als Autor für ARD und ZDF. Seine Erinnerungen an Flucht und Nachkriegszeit Vom Glück nur ein Schatten wurden unter dem Titel Schicksalsjahre mit Maria Furtwängler verfilmt. 2000 gründete Heye den Verein Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland, dessen Vorsitzende er ist. Im März 2018 erscheint seine Autobiographie Und nicht vergessen.

  

Sharing Europe – Wie viele Grenzen verträgt Europa? – Podiumsdiskussion mit Uwe-Karsten Heye, Olga Tokarczuk und Najem Wali am 12. April um 19 Uhr in der Synagoge Görlitz

Sulaiman Masomi

© Sulaiman Masomi
© Sulaiman Masomi

Schriftsteller, Poetry Slammer, Rapper, Comedian, Kabarettist, Wortakrobat oder nur Afghane? Sulaiman Masomi ist wie Schrödingers Katze: Alles und Nichts zugleich. Der studierte Literaturwissenschaftler, Medienwissenschaftler und Anthropologe hat

seine Passion zum Beruf gemacht: Das Wort und die Menschen. Seine Geschichten über sein Leben als Migrant in Deutschland und über die alltäglichen Dinge und Absurditäten des Alltags erzählt Sulaiman Masomi stets mit viel Witz und einer großen Portion Charme. Seine Stücke, die von lustig bis traurig und von inspirierend bis nachdenklich reichen, illustrieren den Facettenreichtum seiner

Sprachkunst. Immer mit viel Liebe zum Detail und sprachlicher Brillanz.

 

Keine Angst, ich kann Deutsch - Poetry Slam Soloshow mit Sulaiman Masomi am 11. April um 19:30 Uhr im Apollo

Clemes Meyer

© Gaby Gerster
© Gaby Gerster

Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle (Saale), studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und wurde 2006 mit dem im S. Fischer Verlag erschienenen Roman Als wir träumten augenblicklich bekannt. In seinem Buch Die stillen Trabanten (2017) erzählt er von Menschen, die ihr Leben an den äußersten, trostlosen Grenzen unserer hellen Stadtzentren, abseits der kulturellen oder touristischen Pfade verbringen. Es sind behutsame, leise und emphatische Geschichten von einsamen Männern und Frauen, die vielleicht nicht wirklich vergessen sind. Sie hören nicht auf zu träumen, weil für Augenblicke die zaghafte Hoffnung besteht, dass es immer Menschen gibt, mit denen man etwas teilen könnte.

 

Stille Trabanten - Lesung mit Clemens Meyer am 13. April um 19 Uhr im Apollo. Um 10 Uhr findet am selben Ort eine Lesung für Schülerinnen und Schüler statt.

 

Uwe Rada

© Marko Cerovac
© Marko Cerovac

Uwe Rada, geboren 1963, ist Redakteur der taz und Buchautor. Für seine publizistische Arbeit hat Rada mehrere Stipendien und Preise erhalten, u.a. von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Goethe-Institut. Er hat mehrere Bücher zur Geschichte Mittel- und Osteuropas geschrieben, zuletzt Berlin und Breslau. Eine Beziehungsgeschichte (2016) und 1988. Roman (2017). In Die Oder. Lebenslauf eines Flusses (2005) und Die Memel. Kulturgeschichte eines europäischen Stromes (2010) geht Rada der Bedeutung der europäischen Flüsse als Erinnerungsorte und moderne Landschaften nach.

 

Im Strom des Grenzlandes – Podiumsgespräch mit Uwe Rada und Volker Koepp am 14. April um 18 Uhr im Apollo

 

Olga Tokarczuk

© Jacek Kołodziejski
© Jacek Kołodziejski

Olga Tokarczuk, in Sulechów geboren, ist Psychologin und Schriftstellerin. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Auf Deutsch erschienen bisher u.a. die Romane Taghaus, Nachthaus (2001), Spiel auf vielen Trommeln (2006), Unrast (2009) und Der Gesang der Fledermäuse (2011). Der letztere Roman wurde 2017 von Agnieszka Holland unter dem Titel Pokot (Die Spur verfilmt.

 

Sharing Europe – Wie viele Grenzen verträgt Europa? – Podiumsdiskussion mit Uwe-Karsten Heye, Olga Tokarczuk und Najem Wali am 12. April um 19 Uhr in der Synagoge Görlitz

 

Pokot  (Regie: Agnieszka Holland, Kasia Adamik, PL/DE/CZ/SK/S 2017, 123 Min) – Filmvorführung und Gespräch mit Olga Tokarczuk am 13. April um 10 Uhr im Kino PoZa NoVA, Miejski Dom Kultury Zgorzelec

 

 

Najem Wali

© Philip Kojo Metz
© Philip Kojo Metz

Najem Wali, im irakischen Basra geboren, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Er war lange Zeit Kulturkorrespondent der arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmäßig u. a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, die taz und den Spiegel. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungen. Zuletzt erschien Die Balkanroute. Fluch und Segen der Jahrtausende (2017).

 

 

Sharing Europe – Wie viele Grenzen verträgt Europa? – Podiumsdiskussion mit Uwe-Karsten Heye, Olga Tokarczuk und Najem Wali am 12. April um 19 Uhr in der Synagoge Görlitz


Filmemacher

Łukasz Chwałko

© Łukasz Chwałko
© Łukasz Chwałko

Łukasz Chwałko, geboren 1985 in Zgorzelec, hat die Kunst des Filmemachens in England an der Brighton Film School gelernt und anschließend Kulturwissenschaft und Journalismus an der Hochschule Dolnośląska Szkoła Wyższa studiert. Während des Studiums beschloss er, seinen ersten Film der großen Persönlichkeit seiner Heimatstadt zu widmen. Fünf Jahre lang hat er an der Low-Budget-Filmproduktion mit vielen polnischen und internationalen Partnern gearbeitet. Der Film wurde bereits in der Originalfassung auf mehreren Festivals gezeigt und gefeiert. Die deutschsprachige Fassung entstand im Tonstudio des Ars Augusta e.V. in Görlitz.

 

Jacob Böhme. Leben und Werk – deutsche Filmpremiere und Gespräch mit Łukasz Chwałko am 15. April um 17 Uhr im Apollo

 

Volker Koepp

© Volker Koepp
© Volker Koepp

Volker Koepp, geb 1944 in Stettin, ist Dokumentarfilm-Regisseur. Bekannt wurde er durch seine Langzeitdokumentationen des Alltags in der DDR und der Veränderungen nach 1989 (Leben in Wittstock, 1984). Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 1999 mit seinem Film über die letzten deutschsprachigen Juden von Czernowitz Herr Zwilling und Frau Zuckermann. In einer Vielzahl seiner Filme thematisiert Koepp

(Grenz-)Landschaften Ost- und Mitteleuropas.

 

Im Strom des Grenzlandes – Podiumsgespräch mit Uwe Rada und Volker Koepp am 14. April um 18 Uhr im Apollo.

Ab 19:30 Uhr Filmvorführung In Sarmatien