Filme im Programm der Literaturtage

Die Spur

Die Spur - Ein Film von Agnieszka Holland und Kasia Adamik, PL/DE/CZ/SK/S 2017, 123 Min.


In einem abgelegenen Dorf an der polnisch-tschechischen Grenze geschehen grausame Morde. In der Nähe ihrer Leichen findet man Spuren von wilden Tieren. Die exzentrische Pensionärin Janina Duszejko ist die erste, die eine Leiche entdeckt. Es scheint, dass die Tiere ihre Peiniger zur Strecke bringen, denn alle Toten sind Jäger. Duszejko selbst ist als Vegetarierin und Astrologin eine Außenseiterin in der ländlichen Gegend. Sie entwickelt ihre eigene Theorie, wer hinter den Morden steckt. Doch bald gerät sie selbst in Verdacht …
Die Regisseurin Agnieszka Holland adaptiert Olga Tokarczuks Roman Der Gesang der Fledermäuse (Prowadź swój pług przez kości umarłych) zu einem faszinierend düsteren Ökothriller. 2017 wurde der Film mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Anlässlich der Literaturtage an der Neiße wurde Die Spur im Offkino Klappe die Zweite in Görlitz an folgenden Terminen präsentiert: 11. April um 20:30, 12. April um 18:15, 15. April um 17:45, 18. April um 18:15.

In Sarmatien

© Salzgeber & Co. Medien GmbH
© Salzgeber & Co. Medien GmbH

Für die antiken Griechen lag es am Ende der Welt, die heutigen Bewohner sehen es als Herz Europas: Sarmatien – antikes Reich zwischen Weichsel, Wolga, Ostsee und Schwarzem Meer, aber auch das Traumland des Dichters Johannes Bobrowski (1917–1965).

 

Der Regisseur Volker Koepp bereist die entlang der großen Ströme liegenden Länder – die Republik Moldau, Weißrussland, Litauen und die Ukraine und spricht mit in diesen Landschaften verwurzelten Menschen. Sein Film fängt eine Wirklichkeit aus Licht und Wind, aus Landschaft und Himmel ein, die weit über das hinausgeht, was mit dem Auge wahrzunehmen ist. Etwas Poetisches, fast schon Mystisches liegt in den Bildern und Geschichten. So kann sich Heimat anfühlen, so schön und auch so schmerzhaft.

© Volker Koepp
© Volker Koepp

Volker Koepp, geboren 1944 in Stettin, ist Dokumentarfilm-Regisseur. Bekannt wurde er durch seine Langzeitdokumentationen des Alltags in der DDR und der Veränderungen nach 1989 (Leben in Wittstock, 1984). Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 1999 mit seinem Film über die letzten deutschsprachigen Juden von Czernowitz Herr Zwilling und Frau Zuckermann. In einer Vielzahl seiner Filme thematisiert Koepp (Grenz-)Landschaften Ost- und Mitteleuropas.

In Sarmatien  (Regie: Volker Koepp, D 2014, 129 Min)
Termin: Samstag, 14.04.2018, 19:30 Uhr | Apollo, Görlitz | Eintritt: 6 € /4 €

Jacob Böhme – Leben und Werk

© Elmar Flammer
© Elmar Flammer

Der erste Kinodokumentarfilm über den wohl bekanntesten Görlitzer Jacob Böhme (1575 - 1624) bringt dem Publikum den Menschen und den Theosophen in allen seinen Facetten nahe. Er erzählt und erklärt durch eindrucksvolle Bilder und tiefgehende Interviews mit renommierten Wissenschaftlern das Phänomen Böhme, beleuchtet dabei auch den zeitgeschichtlichen und kulturellen Kontext seines Wirkens.

 

Der Film feierte seine Premiere am 4. Juni 2016 im Kino Poza Nova des Dom Kultury in Zgorzelec.

 

Die deutsche Fassung entstand 2017 im Tonstudio des Ars Augusta e. V. in Görlitz und wurde im Rahmen der Literaturtage 2018 erstmalig öffentlich präsentiert.

 

© Łukasz Chwałko
© Łukasz Chwałko

Der Filmemacher Łukasz Chwałko, geboren 1985 in Zgorzelec, hat die Kunst des Filmemachens in England an der Brighton Film School gelernt und anschließend Kulturwissenschaft und Journalismus an der Dolnośląska Szkoła Wyższa  in  Wrocław studiert. Während des Studiums beschloss er, seinen ersten Film der großen Persönlichkeit seiner Heimatstadt zu widmen. Fünf Jahre lang hat er an der Low-Budget-Filmproduktion mit vielen polnischen und internationalen Partnern gearbeitet. Der Film wurde bereits in der Originalfassung auf mehreren Festivals gezeigt und gefeiert.

Jacob Böhme – Leben und Werk (Regie Łukasz Chwałko, PL 2016, 61 Min.) – deutschsprachige Filmpremiere und Gespräch mit dem Filmemacher Łukasz Chwałko

Moderator: Markus Kremser
Termin: Sonntag, 15.04.2018, 17 Uhr | Apollo, Görlitz | Eintritt 6 € / 4 €